Geschichte

Geschichte der Herbarien Z+ZT

Das Herbar der Universität Zürich wurde 1834 gegründet. Damals nahm Oswald Heer (1809-1883) seine Lehrtätigkeit als Professor für Botanik an der ein Jahr zuvor geschaffenen Universität auf. 1855 erfolgte die Gründung des Botanischen Museums der ETH Zürich am damaligen Botanischen Garten "Zur Katz" (alter Botanischer Garten an der Pelikanstrasse) und vier Jahre später wurde Christian Brügger (1833-1899) als erster Konservator der botanischen Sammlungen eingestellt.
Bis zu seinem altershalben Rücktritt im Jahre 1882 hatte Oswald Heer eine Doppelprofessur an der Universität und der ETH inne. Mit der Berufung von Carl Schröter (1855-1939) als Nachfolger von Oswald Heer an die ETH, erfolgte eine Trennung des bisher gemeinsam betriebenen botanischen Instituts der beiden Hochschulen und die botanischen Sammlungen (mit Ausnahme der Herbarien von Johannes Gessner und Johannes Hegetschweiler) gingen an das Polytechnikum über.
Mit der Berufung von Hans Schinz (1858-1941) im Jahre 1895 als Ordentlicher Professor des neu gegründeten Instituts für Systematische Botanik setzte der Neuaufbau der botanischen Sammlungen an der Universität Zürich ein. Den Grundstock für dieses neue Botanische Museum bildete die Schenkung der umfangreichen Privatsammlungen und der Bibliothek durch Hans Schinz an die Universität. Erst 1990 wurden die Herbarien der Universität Zürich (Z) und der ETH Zürich (ZT; einschliesslich das Herbarium des Geobotanischen Institutes, RUEB) wieder zusammen gelegt. Die Besitzverhältnisse bleiben wohl gewahrt, aber der gemeinsame Betrieb des wieder vereinigten Herbars bildet die Grundlage für eine vertiefte Zusammenarbeit der botanischen Institute der beiden Zürcher Hochschulen und erlaubt das Ausnutzen von Synergismen.