Adolf Osterwalder  (11.3.1872 - 14.3.1961)

Geboren:   Kummertshausen/TG
Gestorben:   Wädenswil/ZH
   
     
Kurzbiographie:   Seminar Kreuzlingen. Lehrerpatent. Zwei Jahre Primarlehrer in Niederneunforn. Studium der Naturwissenschaften in Lausanne und 1885 an der UZH. 1898 Diss. "Beiträge zur Embryologie von Aconitum Napellus L.". 1898 Assistent für Pflanzenpathologie und Gärungsphysiologie bei Prof. Dr. Müller-Thurgau an der Versuchsanstalt in Wädenswil. Später Adjunkt an der Eidgen. Versuchsanstalt in Wädenswil. 1917 Direktor-Stellvertreter. Ende 1938 trat er als Adjunkt 1.Kl. in den Ruhestand, den er als stiller Mitarbeiter fast bis zu seinem Tode in der Versuchsanstalt mit Forschung verbrachte. 58 Jahre stellte er sein Wissen in den Dienst der Wädenswiler Anstalt und der Praxis. Aus seiner Feder stammen grundlegende Arbeiten über die Gärungswissenschaft. Er bearbeitete wissenschaftlich die Hefen, isolierte Kaltgärhefen, war Leiter der Hefereinzucht. 27 Veröffentlichungen erschienen im Zentralblatt für Bakteriologie, viele im Landw. Jahrbuch der Schweiz. Er hat seit Pasteur und E. Chr. Hansen den größten Beitrag auf diesem Gebiet geleistet. Von besonderer Bedeutung waren seine grundlegenden Arbeiten über die Bakteriologie der Weine und Obstweine, die Bakterien des biologischen Säureabbaues und der Weinkrankheiten, die er z.T. zusammen mit Müller-Thurgau veröffentlichte.
Publikationen: Die Bakterien im Wein und im Obstwein, Jena 1912. - Krankheiten und Fehler der Obst- und Traubenweine, Frauenfeld 1921.
     
Biographische Quellen:   Matrikelnr.10764 UZH. [Link]. Verhandlungen der SNG 142 T1 219-220 1962 (P) Nachruf von F. Kobel [Link]. Mitteilungen aus dem Botanischen Museum der UZH 1920/21.
     
Herbarbelege:   Z 1920/21
     
Region and Taxa: